Mittwoch, Mai 30, 2007

Gerade gelesen

"Das Prinzip 'Zuckerbrot und Peitsche' macht den Menschen zum Untertan. Ob es von anderen ausgeht oder ob man sich selbst damit geißelt: Belohnungen und Strafen sind zwei Seiten der selben Münze. Macht, die nach Belieben aufrichtet und erniedrigt. Ihr Ziel ist Dressur. Nicht Kultur.

Der kleine Geist soll klein bleiben und programmiert werden, damit er sich Zwängen fügt, sich Regeln unterwirft, ohne sie zu hinterfragen, sich unterordnet und anpasst, anstatt sich frei zu entfalten.

Denn in der Freiheit lauert ja angeblich das Böse: Müßiggang, Laster, Diebstahl, Mord und Totschlag."

(aus "Golfprofis schwingen nicht, sie schlagen", T. Zacharias, Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2007)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich bin gar nicht mal so abgeneigt, da zuzustimmen, nur: letztlich ich auch "Fördern und fordern" nichts anderes als eine Variante davon. Dass witschaftliche Mechanismen als Mittel benutzt werden, ändert daran nix.

Von daher sehe ich nicht, wie es ohne ginge.

(Mal davon abgesehen, dass auch wer sich frei entfaltet dies im Hinblick darauf tut, seine Zukunft so zu gestalten, dass diese (für ihn) eher einem "Zuckerbrot" als einer "Peitsche" ähnelt. Nur ist diese(s) dann in seinem eigenen Kopf, und muss nicht extra von irgendwem gehalten werden.)

Anonym hat gesagt…

(man ersetze das "ich" nach "letztlich" durch ein "ist". Sehr merkwürdiger Fehler.)